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1920er-Jahre: Böllhoff auf hoher See

Verbindungselemente für das schnellste Passagierschiff der späten 1920er-Jahre

Bild des Passagierschiffs "Bremen"

Herausfordernde Zeiten für Deutschland – wirtschaftlich und gesellschaftlich

Nach der militärischen Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Ende des Kaiserreichs steht Deutschland Anfang der 1920er-Jahre wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Um den Reparationsforderungen der Siegermächte dennoch nachkommen zu können, bringt die deutsche Regierung mehr und mehr Geld in Umlauf – selbst wenn die materiellen Gegenwerte im Land dafür fehlen.

Die Folge: eine Hyperinflation im Schicksalsjahr 1923. Im Dezember 1923 ist 1 US-Dollar ganze 4,21 Billionen Mark wert, unvorstellbare Preise sind das Ergebnis. So kostet ein Ei in Berlin zu dieser Zeit satte 320 Milliarden Mark. Erst durch eine neue Währung, die Rentenmark, kann der extreme Wertverfall des Geldes schließlich gebremst werden.

Neuer deutscher Optimismus und „der große Auftrag“ für Böllhoff

Was folgt, ist ein neuer deutscher Optimismus ab 1924. Deutschland besinnt sich mehr und mehr auf seinen Erfindergeist zurück, ein erneuter wirtschaftlicher Aufstieg zeichnet sich ab. Wesentlicher Bestandteil dieses Aufstiegs sind die deutschen Schiffe, die nun wieder auf allen Weltmeeren unterwegs sind.

Im August 1928 läuft ein Schnelldampfer mit modernster Ausstattung und Platz für über 2.200 Passagiere vom Stapel: die „Bremen“ – ein Prestigeprojekt der deutschen Werften. Für unsere zweite Familiengeneration um Josef Böllhoff ist das Schiff „der große Auftrag“, denn: Der über 280 Meter lange Dampfer wird komplett von Verbindungselementen von Böllhoff zusammengehalten. Auf ihrer Jungfernfahrt über den Atlantik kann die „Bremen“ 1929 sogar das Blaue Band erringen – und ist damit zeitweise das schnellste Passagierschiff der Welt.

Ein Böllhoff Werbeposter aus den späten 1920ern
Ein Böllhoff Werbeposter aus den späten 1920ern Das Poster erwähnt die Bremen als Referenzprojekt: „Auch der Riesendampfer Bremen wurde mit Qualitätsschrauben von uns ausgerüstet.“

„Termin ist Termin“

In den späten 1920er-Jahren ist die Schiffsindustrie der bedeutendste Kundenzweig von Böllhoff – mit einem Umsatzanteil von etwa 80 bis 90 Prozent. Unser Unternehmen genießt zu dieser Zeit ein hohes Vertrauen der Werften, da wir nicht nur in der Lage sind, zuverlässig Qualität und Quantität zu liefern, sondern auch die im Schiffsbau so wichtigen Liefertermine einzuhalten.

Die große Bedeutung einer pünktlichen Lieferung fasst Josef Böllhoff stets mit seinem Ausspruch „Termin ist Termin“ zusammen. Der Kern dieser Aussage: Ein Schiff muss immer pünktlich vom Stapel laufen. Ergo ist der Liefertermin beim Kunden für ein Handelsunternehmen wie Böllhoff alles und muss jederzeit eingehalten werden. Als stetige Erinnerung daran sowie als zusätzliche Motivation für seine Beschäftigten lässt Josef Böllhoff den Ausspruch „Termin ist Termin“ später in einem Gemälde festhalten. Dieses Gemälde hängt noch heute im Eingang zur Logistik am Böllhoff Hauptsitz in Bielefeld.

Das Gemälde „Termin ist Termin“ am Böllhoff Hauptsitz in Bielefeld heute
Das Gemälde „Termin ist Termin“ am Böllhoff Hauptsitz in Bielefeld heute