01.03.2011
Neuer Wind weht im Luftkanalbau – Böllhoff Clinchwerkzeug RIVCLINCH® 0404 IP Aero zertifiziert
In Sachen Innovation setzt Böllhoff einen weiteren Meilenstein. Als erster und bisher einziger deutscher Hersteller hat das Familienunternehmen das TÜV-Zertifikat für absolut dichte rechteckige Clinchpunkte vom TÜV Nord erhalten. Mit dem zertifizierten System RIVCLINCH® 0404 IP Aero ist es erstmals gelungen, die gestiegenen Anforderungen im Luftkanalbau an die Dichtheit der Verbindungen zu erfüllen.
Mit einem speziell konzipierten Werkzeugsatz eröffnet die Bielefelder Böllhoff Gruppe der wirtschaftlichen Clinchtechnologie auch in dieser Branche noch größere Möglichkeiten. Saubere, frische Luft. Tagtäglich sorgen Luftkanäle aus Blechprofilen für gute Luft und somit für eine verbesserte Lebensqualität. Egal ob Warmluft, Kaltluft oder Abluft – wichtigstes Qualitätskriterium für diese Luftleitsysteme ist deren Dichtheit. Eine Anforderung, die in der Vergangenheit vorzugsweise durch Verschweißen der eingesetzten Bleche erreicht werden konnte. Doch das Verfahren ist vergleichsweise aufwändig, wenig umweltfreundlich, energieintensiv und mit hohen Kosten für die Nachbehandlung von Materialien verbunden.
Rund-um-Kompetenz
Als Alternative zum Schweißen haben sich umformende Fügeverfahren wie das Clinchen als fester Bestandteil der blechverarbeitenden Industrie etabliert. Sie gehören heute zu den ausgereiften Verbindungstechniken und haben einen hohen Standard in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Prozesssicherheit und Einsatzmöglichkeiten erreicht. Bei diesem Verfahren werden zwei- oder auch mehrlagige Verbindungen durch eine druckknopfähnliche Kaltumformung form- und kraftschlüssig hochfest miteinander verbunden. Besondere Vorteile: die Technik benötigt keine zusätzlichen Verbindungselemente, arbeitet energiesparend, verlangt nur geringe Investitionskosten, erfordert weder Vor- noch Nachbearbeitung der Materialien, ist einfach zu handhaben und ermöglicht so schnelle Fertigungszeiten. Unter dem Markennamen RIVCLINCH® hat die Böllhoff Gruppe der Clinchtechnologie ein vielfältiges Einsatzspektrum erschlossen. Basis dafür ist ein breites Programm aus Handzangen, modular konfigurierbaren Baukastensystemen und Werkzeugsätzen. Damit lassen sich neben Stahl- und Edelstahlwerkstoffen auch Aluminium und andere Nichteisenwerkstoffe ebenso rationell und umweltfreundlich miteinander verbinden, wie auch vorlackierte Bleche. Grenzen setzte das Verfahren bisher allerdings der Luftkanalbau mit seinen hohen Anforderungen an die Dichtheit von Verbindungen. Denn bei den dort eingesetzten zum Teil nicht rostenden Materialien kommen Clinchwerkzeuge für Rechteckpunkte zum Einsatz. Bei dieser Fügepunktgeometrie wird die Verbindung an zwei Seiten eingeschnitten und damit galt der Punkt – im Gegensatz zur Rundpunktgeometrie – als nicht gasdicht.
Alles dicht im Luftkanal
„Die Dichtheitsanforderungen an Luftkanäle sind hoch“, weiß Norbert Lange von der Fa. Robert Geiger (Ichenhausen), einem Hersteller von lüftungstechnischen Komponenten. Mit dem TÜV-Zertifikat für die Dichtigkeit von rechteckigen Clinchpunkten unterstreiche die Böllhoff Gruppe ihre branchenorientierte Lösungskompetenz und Innovationskraft. Damit werde das Fügen nun auch im Luftkanalbau zu einer Alternative zum Schweißen. Als deutschlandweit erster Hersteller verfügt die Böllhoff Gruppe über eine Zertifizierung des TÜV Nord, wonach mit rechteckigen Clinchpunkten im Luftkanalbau alle vier Dichtheitsklassen (A bis D) bestanden worden sind. Geprüft wurde dazu das speziell für die individuellen Anforderungen im Luftkanalbau konzipierte Werkzeug RIVCLINCH® 0404 IP Aero. Das pneumatisch betriebene Handgerät zeichnet sich insbesondere durch ein robustes Gehäuse mit geringem Gewicht (4,5 kg), durch schnelle Fügevorgänge (etwa 0,5 Sekunden) und durch hohe Flexibilität aus. Mit einer Fügekraft von 35 kN bei 6 bar lassen sich unterschiedliche Materialien (Stahl, Edelstahl, Aluminium) problemlos verbinden. Eine spezielle Ausladung verschafft hohe Zugänglichkeit auch an schwer erreichbaren Verbindungsstellen des Luftkanals. Zusätzlich kann die Fügerichtung je nach Bedarf einfach gedreht werden. Die Matrize ist komplett geschützt und an das Luftkanalprofil angepasst. Besonders komfortabel: Auf Grund des rein pneumatischen Antriebes ist weder Druckübersetzer noch Hydraulik erforderlich. Der angepasste Werkzeugsatz rundet die Ausstattung dieses Gerätes ab. Mit der aktuellen Zertifizierung unterstreicht Böllhoff nachhaltig seine Kompetenz in den Fügetechnologien. „Die konsequente Orientierung an den Anforderungen von Branchen und Kunden ist für unser Haus Dreh- und Angelpunkt bei der Erarbeitung optimaler Lösungen“, betont Horst Wittop, Teamleiter Systemvertrieb bei der Böllhoff Verbindungstechnik GmbH. Mit dieser Ausrichtung hat sich Böllhoff weltweit zum führenden Anbieter von Verbindungselementen, Montagetechnik und Verarbeitungssystemen entwickelt − ideale Voraussetzungen für beste Verbindungsqualitäten und weitere Optimierungen der Clinchtechnologie im Luftkanalbau.
© Böllhoff Gruppe, Bielefeld 2011
Abdruck frei.
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| Pressetext | .doc / 5.062 Zeichen* | März 2011 | ZIP / 9 KB |
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